Was kostet Sirup pro Portion? – Wareneinsatz für Kaffee und Drinks berechnen
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Der Flaschenpreis allein sagt nicht, ob ein Sirup im Betrieb teuer oder günstig ist. Für Café und Bar ist der Wareneinsatz pro Portion viel aussagekräftiger. So lassen sich Produkte mit unterschiedlichen Flaschengrößen, Dosierungen und Einkaufspreisen fair vergleichen.
Formel für Sirupkosten pro Portion
Zuerst berechnest du die Zahl der Portionen pro Flasche:
Flascheninhalt in ml ÷ ml pro Drink = Anzahl Portionen.
Danach:
Einkaufspreis ÷ Anzahl Portionen = Sirupkosten pro Drink.
Beispiel
Eine 700-ml-Flasche wird mit 10 ml pro Getränk dosiert. Das ergibt theoretisch 70 Portionen. Wenn dein relevanter Einkaufspreis in der Kalkulation 90 kr. beträgt, liegt der Sirupanteil bei:
90 kr. ÷ 70 = ca. 1,29 kr. pro Portion.
Das ist nur ein Rechenbeispiel. Verwende immer deinen tatsächlichen Einkaufspreis, die reale Flaschengröße und eure Standarddosierung.
Den ganzen Drink kalkulieren
Ein Flavoured Latte besteht außerdem aus Kaffee, Milch oder Pflanzendrink, gegebenenfalls Topping sowie bei Take-away aus Becher und Deckel. Ein Cocktail kann Spirituosen, Saft, Garnish und Eis enthalten. Erstelle deshalb Rezeptkarten, in denen jede Zutat einen Kostenwert pro Standardportion hat.
Wenn du zuerst die Dosierung standardisieren möchtest, lies unseren Guide zur Kaffeesirup-Dosierung.
Realistische Verluste berücksichtigen
Die theoretische Kalkulation setzt voraus, dass die gesamte Flasche in korrekten Portionen verkauft wird. In der Praxis gibt es Overpouring, Verkostungen, Restmengen, Fehlbestellungen und Produkte, die ausgelistet werden. Wenn der reale Verbrauch dauerhaft höher ist als die POS-Daten erwarten lassen, solltest du Dosierung und Registrierung prüfen.
Sirup nach Portion statt nur nach Flasche vergleichen
Zwei Flaschen können einen unterschiedlichen Preis, aber auch andere Volumina oder Dosierempfehlungen haben. Deshalb kann eine teurere Flasche pro Portion trotzdem konkurrenzfähig sein. Dasselbe Prinzip hilft beim Markenvergleich; siehe unseren Guide 1883 vs. Monin.
Wareneinsatz für Menu Engineering nutzen
Wenn die Kosten pro Drink bekannt sind, kannst du sie mit Verkaufspreis, Absatz und Produktionszeit vergleichen. Ein Getränk mit etwas höherem Rohwareneinsatz kann wirtschaftlich attraktiv sein, wenn es stark verkauft wird und schnell produziert werden kann. Umgekehrt ist eine billige Rezeptur nicht automatisch gut, wenn sie kaum bestellt wird.
Mit Netto-/Bruttowerten konsequent arbeiten
Verwende innerhalb deiner Kalkulation dieselbe Methode. Vergleiche nicht eine Zutat inklusive Steuer mit einer anderen exklusive. Nutze die wirtschaftliche Logik, die zu eurer Buchhaltung und internen Menükalkulation passt.
Ein Master-Sheet für alle Drinks
Ein einfaches Spreadsheet kann Produkt, Packungsgröße, Einkaufspreis, Standarddosierung, Anzahl Portionen und Kosten pro Portion enthalten. Ändert sich ein Lieferantenpreis, lässt sich die gesamte Getränkekarte aktualisieren, ohne jedes Rezept neu zu rechnen.
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