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Wie viel Eis braucht eine Bar pro Gast und pro Tag?

Es gibt keinen universellen Wert dafür, wie viel Eis eine Bar pro Gast oder pro Tag braucht. Eine Cocktailbar mit Tiki-Drinks, Highballs und vielen geschüttelten Cocktails verbraucht deutlich mehr als eine Weinbar. Auch zwei Gäste können sehr unterschiedlich bestellen.

Die beste Methode ist deshalb, den Bedarf aus der eigenen Karte und dem tatsächlichen Gästeverhalten abzuleiten.

Eisbedarf pro Gast berechnen

Ein einfaches Modell lautet:

durchschnittliche Zahl eisbasierter Drinks pro Gast × durchschnittliches Serviereis pro Drink + sonstiges Eis pro Gast + Reserve

„Sonstiges Eis“ umfasst beispielsweise Shaking, Stirring, Wasserservice, Softdrinks und Prep.

Illustratives Beispiel pro Gast

Nehmen wir an, ein Gast bestellt durchschnittlich 2 Drinks mit Eis und eure eigenen Messungen ergeben 150 g Serviereis pro Drink.

2 × 150 g = 300 g Serviereis pro Gast.

Das ist nur das Eis im Servierglas. Shaker-Eis, Wasser, Verlust, Schmelzen und Reserve kommen hinzu. Das Beispiel ist kein Branchenbenchmark, sondern zeigt die Rechenmethode.

Wie viel Eis liegt im Glas?

Das variiert stark nach Glas und Eisform. Ein Highball mit Standardcubes kann in manchen Setups leicht etwa 120–180 g enthalten, während ein Lowball mit einem großen Cube anders ausfällt. Wiegt eure eigenen Standardserves.

Tagesbedarf berechnen

Auf Tagesebene:

Anzahl Drinks × durchschnittliches Serviereis + Eis für Shaking/Stirring + sonstiger Verbrauch + Reserve

Oder bei stabilem Gästeverhalten:

Anzahl Gäste × berechnetes Eis pro Gast.

Beispiel: 200 Drinks

Wenn 200 Drinks durchschnittlich 150 g Serviereis nutzen:

200 × 0,15 kg = 30 kg Serviereis.

Wenn Shaking, Verlust, Schmelzen, Wasser/Softdrinks und Prep in einem illustrativen Szenario weitere 10–20 kg hinzufügen und anschließend Reserve eingeplant wird, könnte der Gesamtbedarf beispielhaft bei etwa 45–60 kg liegen. Auch das ist keine allgemeine Norm.

Shaken Drinks erhöhen den Verbrauch

Ein geschüttelter Cocktail kann Eis zweimal benötigen: im Shaker und anschließend frisches Eis im Servierglas. Wird Shaker-Eis nach jedem Drink entsorgt, macht das einen großen Teil des Verbrauchs aus.

Crushed Ice, Nugget Ice und Tiki

Drinks mit kleinem oder gecrushtem Eis können große Gläser sehr dicht füllen. Bei vielen Tiki-, Julep- oder Frozen Drinks sollten diese als eigene Gruppe kalkuliert werden.

Lies den Crushed-Ice-Guide und Nugget Ice vs. Crushed Ice.

Peak ist wichtiger als ein schöner 24-Stunden-Wert

Eine Eismaschine kann theoretisch genug in 24 Stunden produzieren und trotzdem zu klein sein. Wenn der Bin mitten im Abend-Peak leer ist, hilft spätere Nachtproduktion nicht. Kalkuliere deshalb sowohl Tagesproduktion als auch notwendige Lagerkapazität vor dem Peak.

Eigene Zahl in kurzer Zeit ermitteln

  1. Die 10–20 meistverkauften Drinks auswählen.
  2. Serviereis je Drink wiegen.
  3. Shaker-/Mixing-Eis pro Rezept erfassen.
  4. Wasser- und Softdrinkbedarf berücksichtigen.
  5. Mit tatsächlichem oder erwartetem Absatz multiplizieren.
  6. Optional durch Gästezahl teilen, um ein internes g/kg-pro-Gast-Niveau zu erhalten.
  7. Realistische Reserve hinzufügen.

Nutz den Wert für Events und Einkauf

Wenn die Bar ihren eigenen Eisverbrauch pro Gast kennt, lassen sich Reservierungen und Veranstaltungen viel besser planen als mit einem allgemeinen Branchenwert.

Eismaschine nach realer Belastung wählen

Dimensioniere nicht nur nach Gästezahl. Berücksichtige Drinkmix, Tagesproduktion, Bin-Kapazität, Peak, Wasserqualität und benötigte Eisart.

Lies unseren Guide zur Eismaschine für Bars und den Cocktail-Eis-Ratgeber.

Hygiene und Verlust

Nutze geeignete Eisschaufeln, halte Eis frei von Schmelzwasser und Händen und plane Prep nach dem erwarteten Volumen.

FAQ

Wie viele Gramm Eis pro Gast soll ich einplanen?

Es gibt keinen universellen Wert. Messe eure Drinks und die durchschnittlichen Serves pro Gast und bilde einen eigenen Kennwert.

Sind 50 kg Eis genug für eine Bar?

Das kann mehr als genug oder viel zu wenig sein. Karte, Drinkzahl, Peak und Shaker-Verbrauch entscheiden.

Braucht man eine Reserve?

Ja. Zusätzliche Gäste, warme Tage, höherer Verkauf, Schmelzen und reale Maschinenleistung sprechen für einen Puffer.

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